Kältemittel
Ein Kältemittel ist eine spezielle Flüssigkeit oder ein Gas, das in einem Klimagerät für das Kühlen und Heizen verantwortlich ist. Es nimmt Wärme aus der Raumluft auf und gibt sie an anderer Stelle wieder ab. Dadurch kann ein Raum effektiv gekühlt oder beheizt werden.
Das Kältemittel zirkuliert dabei in einem geschlossenen Kreislauf und wechselt ständig zwischen flüssigem und gasförmigem Zustand. Moderne Klimageräte verwenden Kältemittel, die besonders energieeffizient sind und eine geringere Umweltbelastung haben. Welches Kältemittel eingesetzt wird, kann Einfluss auf Effizienz, Klimaschutz und die gesetzlichen Vorgaben haben.
- R32 ist eines der heute am häufigsten verwendeten Kältemittel. Es ist energieeffizient, ermöglicht kompakte Geräte und hat im Vergleich zu älteren Kältemitteln ein geringeres Treibhauspotenzial. Nachteilig ist, dass es als leicht brennbar eingestuft wird und deshalb besondere Sicherheitsanforderungen gelten.
- R410A war viele Jahre Standard in Klimageräten. Es ist nicht brennbar und technisch sehr zuverlässig. Der große Nachteil ist das hohe Treibhauspotenzial, weshalb es schrittweise durch umweltfreundlichere Alternativen ersetzt wird.
- R290, auch Propan genannt, ist ein natürliches Kältemittel mit sehr geringem Treibhauspotenzial und hoher Effizienz. Es gilt als besonders umweltfreundlich. Allerdings ist es brennbar, weshalb es hauptsächlich in speziellen oder kleineren Anwendungen eingesetzt wird und strenge Sicherheitsvorgaben erfüllt werden müssen.
- R454B ist ein moderneres Kältemittel und eine Alternative zu R410A. Es bietet eine gute Energieeffizienz bei deutlich geringerem Treibhauspotenzial. Wie R32 ist es leicht brennbar, wird aber zunehmend in neuen Klimageräten eingesetzt, um Umweltauflagen zu erfüllen.